Die besten 6 Rückfahrkameras im Vergleich. Unser Kauftip ist die 7 Zoll TFT Farb-Monitor +Farb-Kamera IP67 inkl. 20 Meter Anschlusskabel. Parkplätze sind vor allem in Großstädten knapp. Und hat der Autofahrer dann endlich die begehrte Lücke... zum Ratgeber

1. Platz
  • Automatische Einschaltfunktion bei Rückfahrten
  • Stromversorgung läuft über ein einziges Kabel
  • Individuell verstellbare Helligkeit, Kontrast, Farbintensivität
  • Blickwinkel von 145 Grad
  • Einsetzbar bei -30°C bis60°C
2. Platz
  • wasserdicht
  • hervorragende Qualität der Kameraauflösung
  • leicht, verständliche Systemführung
  • einwandfreie Mikrofonleistung
  • kurze Einbauzeit, auch von Nicht-Fachleuten ausführbar
3. Platz
  • Die Bildübertragung per Funk ist stabil
  • Kann ohne Rückwärtsgang-Kopplung genutzt werden
  • Klares Bild
  • Äußerst große Funk-Reichweite
  • Über Stecker des Zigarettenanzünders nutzbar

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Ratgeber

Parkplätze sind vor allem in Großstädten knapp. Und hat der Autofahrer dann endlich die begehrte Lücke gefunden, muss er beim Zurücksetzen seines Fahrzeugs aufpassen, dass er das hinter ihm parkende Auto nicht beschädigt. Denn insbesondere kleine Parklücken sind für viele moderne Autos mit ihren aerodynamisch gestalteten Hecks schwer zu bewältigen. Sie führen häufig zu teuren Schäden am dahinter abgestellten Fahrzeug.

Rückfahrkamera als Einpark-Hilfe

Immer mehr Autofahrer statten deshalb ihre Pkws mit Rückfahrkamera Systemen aus, die ihnen beim Einparken gute Sicht auf die hinter ihrem Auto befindliche freie Fläche bieten. Die Videokamera Einpark-Hilfe hat gegenüber herkömmlichen akustischen und optischen Systemen den Vorteil, dass sie zuverlässiger funktioniert: Das Signal wird nicht ausgelöst, weil der im Heck verbaute Sensor das Hindernis nicht erkennt. Außerdem bieten Rückfahrkameras dem Nutzer mehr Informationen als das schlichte Piepen oder LED Blinken.

In den meisten neuen Fahrzeug-Modellen ist das Rückfahrkamera System als Sonderausstattung bereits integriert. Es handelt sich bei diesen werkseitig eingebauten Installationen entweder um normale Rückfahrkamera Systeme oder um Anwendungen für spezielle Bereiche. 7-zoll-farb-rueckfahrsystem-mit-hochaufloesendem-hd-monitor.jpgSo verbaut Lexus beispielsweise Rückfahrkameras, die nur den rechten Bordsteinrand filmen. Premium Ausführungen bieten mithilfe mehrerer am Pkw installierter Kameras einen Rundum-Blick oder eine Sicht aus der Vogelperspektive.

Das erste Rückfahrkamera System wurde 2007 im Nissan Elgrand verbaut. Die heute von den Automobilherstellern installierten Einpark-Hilfen sind meist Bestandteil selbst lenkender Systeme.

Autofahrer, die mehr Sicherheit beim rückwärts Einparken haben wollen, können sich ihre Kamera selbst einbauen oder sich ihr Rückfahrkamera-Set von der Kfz-Werkstatt installieren lassen. Der Weg dorthin empfiehlt sich vor allem dann, wenn es sich um ein Kabel gebundenes System handelt. Funk gesteuerte Rückfahrkameras hingegen lassen sich sogar von handwerklich ungeübten Personen innerhalb kurzer Zeit selbst anbringen.

Aufbau und Funktionsweise von Rückfahrkameras

Funk gesteuerte Rückfahrkamera Komplett-Sets bestehen aus Videokamera mit Montage-Vorrichtung und Stromversorgungskabel, Display und Transmitter. Kabel gebundene Einpark-Hilfen haben Videokamera, Display, Video-Kabel und je ein Stromversorgungskabel für Kamera und Monitor. Bei höherwertigen Kabel-Kameras wird noch eine Kontrollbox mitgeliefert, die das System vor Überspannung schützt. Rückfahrkameras werden über den Rück-Scheinwerfer mit Strom versorgt.

Legt der Fahrer den Rückwärtsgang ein, schalten sie sich selbsttätig ein. Das Videokabel verbindet die Rückfahrkamera mit dem Bildschirm. In der Regel werden die Komplett-Sets sogar mit allen zur Montage benötigten Schrauben und Kabelklemmen geliefert. Es gibt allerdings auch Kits ohne Monitor. In einem solchen Fall muss der Display mit der sonstigen Rückfahrkamera Ausstattung kompatibel sein.

Rückfahrkameras werden meist am Heck auf oder im rückwärtigen Nummernschild Rahmen verbaut. Dieser Montage-Ort eignet sich deshalb so gut, weil die Sicht dort am besten ist und die Rückfahrkamera an dieser Stelle am wenigsten auffällt. Die am Heck des Autos angebrachte Video-Kamera filmt den Bereich hinter dem Fahrzeug und sendet die Bildsignale über Funk (Transmitter) oder per Kabel an das Display, wo sie dem Fahrer angezeigt werden. Der Monitor ist meist mit einem Saugnapf auf dem Armaturenbrett befestigt oder wird am Rückspiegel angebracht.

Manche Bildschirme befinden sich auch an der Sonnenblende. Moderne Rückfahrkameras sind meist hochauflösende Farb-Videokameras. buyee-funk-rueckfahrkamera-nachtsicht-auto-kabellos-rueckfahrsystem-kfz.jpgBei den Monitoren handelt es sich um 5 oder 7-Zoll Touchscreens. Wer in seinem Fahrzeug bereits über ein Navi verfügt, kann sich die Bilder der Rückfahrkamera sogar auf dem Navi Bildschirm anzeigen lassen. Muss das Display separat gekauft werden, weil es nicht im Set enthalten ist, sollte der Käufer darauf achten, dass es sich dabei um ein hoch auflösendes Farb-Display mit Video-In handelt (Multimedia Display).

Gängige Rückfahrkameras bieten einen Sichtbereich von 110 bis 180 Grad. Höherwertige Modelle verfügen noch zusätzlich über eine Nachtsicht-Funktion: Die 4 bis 12 integrierten Infrarot LEDs leuchten den toten Winkel hinter dem Auto unsichtbar aus, sodass man auch bei kompletter Dunkelheit unproblematisch und sicher einparkt. Bei manchen Qualitätsmodellen kann der Nutzer verschiedenfarbige Fahrspuren über das Monitor Bild legen, die ihm anzeigen, wie das Auto mit der aktuellen Lenkrad-Stellung einparken würde. Andere Markierungen weisen darauf hin, wann der Fahrer das Lenkrad einschlagen sollte, um ohne Aufprall sicher anzukommen.

Mit einem Abstands-Mess-System gekoppelte Rückfahrkameras geben den exakten Abstand zum Hindernis in Zentimetern an. Manche Rückfahrkameras sind sogar mit einem Zoom-Modus für den Bereich der Anhängerkupplung ausgestattet, sodass der Fahrer nahe an seinen Anhänger heranfahren kann. Außerdem verfügen hochwertige Rückfahrkameras über einen Shutter – eine Objektiv Abdeckung, die sich beim Einlegen des Rückwärtsgangs selbsttätig öffnet und die Kamera vor Nässe und Schmutz schützt.

Spezial-Kameras

Manche Hersteller bieten so genannte Doppelaugen-Kameras an. Dabei handelt es sich um Rückfahrkameras, die mit einer zusätzlichen Rücksicht-Kamera mit Weitwinkel-Objektiv gekoppelt sind. Sie ermöglicht den Blick auf den rückwärtigen, weiter entfernten Verkehr. Beide Kameras arbeiten unabhängig voneinander und sind vom Nutzer einstellbar.

Die Drei-Seiten-Rückfahrkamera erfasst mithilfe eines Prisma-Spiegels noch zusätzlich die rechte und linke Fahrzeug-Seite und bietet einen geraden Blick auf weiter hinten befindliche Verkehrsteilnehmer (180° Ansicht ohne Verzerrung). Transporter und Nutzfahrzeuge sind mit Rückfahrkameras robusterer Bauart und höherer IP-Schutzklasse ausgestattet, da sie stärker beansprucht werden als in Pkws verbaute Rückfahrkameras. IP 68 (Schutz vor Staub und Wasserdichtigkeit bei dauerndem Eintauchen) und IP 69K (Schutz vor Dampf-Strahlung) ist für Gehäuse dieser Rückfahrkameras nichts Ungewöhnliches.

Rückfahrkamera selbst nachrüsten

Wer sein Rückfahrkamera System nicht kostspielig über den Hersteller seines Pkws installieren lassen möchte, kann das im Fachhandel erhältliche Set auch selbst montieren. Beim Kauf hat er die Wahl zwischen Kabel gebundenen und Funk gesteuerten Rückfahrkamera Systemen.

Kabel gebundene oder Funk Rückfahrkamera?

Bei der Kabel gebundenen Parkhilfe benötigt man mehr handwerkliches Geschick als bei der Installation von Funk Rückfahrkameras. Der Grund: Für das Anbringen der Kamera muss die Karosserie aufgebohrt werden. Wer sich damit nicht auskennt, lässt das am besten von einer qualifizierten Fachwerkstatt durchführen. Die Kamera wird unauffällig an der Vorderseite der Kofferraum-Klappe angebracht.

Zum Verlegen der Kabel muss der Teppichboden hoch genommen werden. rueckfahrsystem-mit-transporterkamera.jpgZur Anbringung des Monitors wird das Armaturenbrett umgebaut. Kabel gebundene Systeme verursachen zwar relativ hohe Anschaffungskosten, sind aber grundsätzlich weniger anfällig für Bildausfälle als Funk-Kameras, die von Handys, Funkmasten und Radios gestört werden können.

Kostengünstiger sind Rückfahrkameras, die mit Funksignalen arbeiten. Sie sind sogar von technisch nicht versierten Nutzern schnell und einfach zu installieren, da bei ihnen nur wenige kurze Verkabelungen erforderlich sind. Man bringt die Rückfahrkamera mit dem mitgelieferten Montage-System im oder auf dem Nummernschild-Rahmen an. Bei der Kamera Halterung sollte man jedoch darauf achten, dass sie zum jeweiligen Pkw Modell passt.

Den Bildschirm montiert man mithilfe eines Saugnapfs auf dem Armaturenbrett oder wie ein Navi Display an der Frontscheibe. Dann schaltet man den Bildschirm ein und verbindet ihn mit der rückwärtigen Kamera. Möchte der Autofahrer dauerhaft Bilder von seiner Doppelaugen-Kamera auf dem Bildschirm empfangen, sie also als digitalen Rückspiegel nutzen, muss er sie über Kabel mit dem Rücklicht verbinden. Nutzer, die ihr Kabel gebundenes Rückfahrkamera System auf Funksteuerung umstellen möchten, können das mit einem Wireless Funk Transmitter tun.

Was man beim Kauf einer Rückfahrkamera beachten sollte

Grundsätzlich gilt, dass man sich vor dem Kauf einer Rückfahrkamera darüber im Klaren sein sollte, ob sie die Bilder per Funk oder via Kabel an den Bildschirm im Cockpit senden soll. Von Billig-Geräten – egal, welcher Bauart – sollte man generell Abstand nehmen, da sie meist nicht gut verarbeitet sind (Spaltmaße!) und keine guten Bilder liefern. Wer sein Rückfahrkamera System vor Ort prüft, kann durch einen Drucktest herausfinden, ob das Gehäusematerial robust genug ist: Gibt die Oberfläche leicht nach, wurde dünnes minderwertiges Material verbaut.

Außerdem sollte der Käufer daran denken, dass das nachgerüstete Kamera System keinesfalls unsichtbar verbaut ist und sich fragen, ob ihm nur die Funktionalität wichtig ist oder es noch zusätzlich ein ansprechendes Design haben soll. Gut funktionierende hochwertig verarbeitete Rückfahrkameras sind schon relativ preisgünstig zu haben. Für trendige Designer Modelle muss der Kunde jedoch tiefer in die Tasche greifen. Wichtig ist außerdem, dass das gekaufte Set eine leicht verständliche, gut bebilderte Bedienungsanleitung hat.

Kamera

Die Videokamera sollte ein robustes Gehäuse haben, da sie ständig Wind und Wetter ausgesetzt ist. Am besten sind Kameras mit mindestens IP65 zertifiziertem Gehäuse: Sie sind staubsicher und gegen Strahl-Wasser geschützt. So kann auch der gelegentliche Besuch der Waschanlage der Rückfahrkamera nichts ausmachen.

Auch mit einem Shutter versehene Parkhilfen sind empfehlenswert. Hundertprozentigen Schutz vor Witterungseinflüssen bietet allerdings nur die Montage der Kamera im Innenraum. Die Rückfahrkamera sollte einen ausreichend großen Blickwinkel haben (mindestens 130°), ein authentisches Bild ohne Verzerrungen liefern, den toten Winkel hinter dem Fahrzeug gut ausleuchten und eine optimale Farb und Kontrast-Darstellung haben. Einen großen Blickwinkel ermöglichen insbesondere bewegliche Rückfahrkameras.

Da das Licht der Rück-Fahr-Leuchte beim nächtlichen Zurücksetzen des Autos nicht ausreicht, sollte die Kamera mit einer zusätzlichen Nachtsicht-Funktion bis maximal 10 Metern Reichweite ausgestattet sein. Empfehlenswert sind auch Rückfahrkameras mit selbst beheizender Elektronik. Sie verhindern die Bildung von Kondenswasser im Gehäuse und sorgen so für eine längere Lebensdauer des Aufzeichnungsgeräts. Wer eine Twin-Kamera einbauen möchte, sollte eine mit 60° Weitwinkel wählen, um sie als Rückspiegel nutzen zu können. taotronics-7-zoll-farb-rueckfahrsystem-m-tft-lcd-monitor-mit-fernbedienung.jpg

Auf keinen Fall sollte man eine Kamera mit Fischaugen-Effekt kaufen, da sie die Bildobjekte stark verzerrt darstellt. Wer sicher sein möchte, dass seine Kamera das nicht tut, sollte in der Produktbeschreibung nach dem Vermerk “ohne Fischaugen-Effekt” suchen.

Monitor

Am besten kauft man ein gutes Farb-Display mit hoher Auflösung und realistischer Farb-Wiedergabe. Schon Modelle mit 640 x 488 Pixeln liefern scharfe Bilder mit starken Kontrasten. Empfehlenswert sind Monitore mit integriertem Helligkeitsregler: Sie passen die Display Helligkeit automatisch dem Umgebungslicht an.

Nutzer-freundlich sind Touch-Displays mit einfacher intuitiver Bedienung und übersichtlich aufgebautem Menü, bei denen man das Gesuchte schnell findet. Einfache Monitore haben lediglich analoge Bedien-Elemente. Empfehlenswert sind Displays, die das Zuschalten von farbigen Spur und Abstandslinien und Einblenden von Abstandsangaben ermöglichen. Die Abstände sollten dabei exakt in Zentimetern angezeigt werden.

Der Kauf von Billig-Rückfahrkameras ist generell nicht zu empfehlen. Billig-Modelle kann man beispielsweise daran erkennen, dass der Bildschirm häufig von externen Funksignalen gestört wird. Außerdem haben Niedrig-Preis-Displays mit Glas Schutzscheibe den Nachteil, dass der Autofahrer tagsüber auf Bildspiegelungen schaut und das Dargestellte nicht gut erkennen kann. LCD Monitore mit Anti-Flare Display sind in diesem Fall die bessere Alternative.

Wer seinen Bildschirm noch zusätzlich als Multimedia Display nutzen möchte, koppelt ihn mit einem DVD Player und kann sich dann Kinofilme in HD anschauen. Schließt er ihn an ein DVB-T System an, kann er fernsehen.

Transmitter

Funk gesteuerte Rückfahrkameras müssen mit dem im Set enthaltenen Transmitter gekoppelt werden, der die von der Videokamera empfangenen Bildsignale an das Display weiterleitet. Bei höherwertigen Sets ist der Transmitter jedoch schon im Kameragehäuse integriert, sodass man keine zusätzlichen Vorrichtungen installieren muss. Kauft man einen Transmitter, dessen Antenne auf den Bildschirm gerichtet sein muss, sollte man das Gerät so montieren, dass es bei der Fahrt nicht verrutscht.

Rückfahrkameras für Wohnmobile

Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen müssen seit Januar 2007 laut §56 StVZO mit einer Einrichtung ausgestattet sein, die dem Fahrer die Sicht auf den hinteren, seitlichen und vorderen Bereich ermöglicht. Denn Wohnmobile, Reisemobile und LKWs lassen sich noch schlechter rückwärts einparken als normale Fahrzeuge. Die Rückspiegel können dabei wegen der breiten Bauart überhaupt nicht genutzt werden. Zum Einparken muss der Fahrer außerdem die Hilfe einer einweisenden Person in Anspruch nehmen.

Problematisch ist diese Regelung immer dann, wenn es niemanden gibt, der das tun könnte. Hilfe in diesem Fall bietet die Installation einer Rückfahrkamera. Allerdings sollte der Reisemobil Fahrer beachten, dass auch die hochwertigste technische Parkhilfe den Einweiser juristisch nicht ersetzt. premium-7-zoll-farb-rueckfahrsystem-mit-hochaufloesendem-hd-monitor.jpg

Montage-Arten bei Wohnmobilen

Auch bei Wohnmobilen hat der Käufer die Wahl zwischen Kabel gebundenen und Funk Kamera-Systemen. Die Kabel Rückfahrkameras sind nur mit hohem Zeit- und Kostenaufwand zu installieren, bieten jedoch eine hohe Signal-Zuverlässigkeit und ununterbrochen gute Bilder auf dem Display. Bei Funk Rückfahrkameras kann es wegen der Signalstärke zu Problemen kommen: Ist das Funksignal nicht stark genug, kommen die Bilder nur mit zeitlicher Verzögerung oder verzerrt auf dem Monitor an.

Lange Wohnmobile und solche mit Anhänger haben damit besondere Schwierigkeiten, da die vielen im Fahrzeug Innenraum verbauten Metallteile das Funksignal empfindlich stören. Aus diesem Grund sollte man sich beim Kauf einer Rückfahrkamera für sein Wohnmobil nur für ein hochwertiges Gerät mit großer Reichweite entscheiden, das für Wohnmobile geeignet ist (oder gleich ein Kabel gebundenes System nutzen). Kommt es trotzdem einmal zu Bild-Aussetzern, sollte man beim Einparken unbedingt das Fahrzeug anhalten. Bildstörungen sind grundsätzlich bei Funksignalen immer möglich, da man in Deutschland privat nur auf der 2,4 GHz Frequenz funken darf und das auch in einer Stärke von höchstens 50 Nano-Watt – was für Pkws angemessen, für größere und kompaktere Fahrzeuge jedoch unzureichend ist.

Kamera

Wer an seinem Camper eine Rückfahrkamera installieren möchte, sollte nicht den Rahmen des Nummern-Schilds wählen, sondern den Platz unter der dritten Bremsleuchte, damit das Bremsen auf dem Monitor keine Lichtreflexe auslöst. Montiert wird die meist in einem stabilen Edelstahl Gehäuse befindliche, IP zertifizierte Video-Kamera in der Fahrzeugmitte auf einer Höhe von 2,30 bis 2,50 Metern. Bringt man die Rückfahrkamera versehentlich zu niedrig an, kann man die Fahrzeug-Breite nicht realistisch einschätzen und oben befindliche Hindernisse wie herabhängende Äste nicht rechtzeitig erkennen. Für Sicherheit beim nächtlichen Einparken sorgen im Kamera Gehäuse integrierte Infrarot Dioden.

Monitor

Die Monitore der als Komplett-Sets erhältlichen Rückfahrkamera Systeme haben eine Bildschirmdiagonale von 5 oder 7 Zoll. Bei manchen Modellen kann man das Bildformat sogar wählen: Zur Verfügung stehen 16:9 und 4:3. Wichtig ist, dass das Bild auf dem Monitor hundertprozentig identisch ist mit dem auf dem Rückspiegel des Fahrzeugs. Dazu muss man das Bild drehen.

Ein Test mit einem bedruckten Schild, das in die Kamera gehalten wird, zeigt, ob der Monitor richtig eingestellt ist: Die Schrift muss auf dem Display seitenverkehrt dargestellt sein. Idealerweise verfügen Displays für Wohnmobile über eine Abblend-Funktion bei starker Sonneneinstrahlung. Eigentümer von neueren Wohnmobilen können die Rückfahrkamera nachrüsten, indem sie sie an den schon eingebauten Monitor (Moniceiver) anschließen – einen TFT Touchscreen mit eingebautem Receiver zum Verarbeiten von PAL Signalen.

Auch bei Wohnmobil Monitoren sollte das Anwählen von verschiedenfarbigen Abstandsmarken möglich sein, das für noch mehr Sicherheit beim Zurücksetzen sorgt.

Kombi-Systeme

Rückfahrkameras bei Wohnmobilen sind oft Kombi-Kameras mit einem Nah-Sicht und einem Fernsicht-Bereich (Doppelaugen-Kameras): Beim Fahren auf der Autobahn ermöglicht der Fernsicht-Modus einen guten Blick auf den rückwärtigen Verkehr und damit eine höhere Fahrsicherheit. Da viele Eigentümer von Reisemobilen die Kombination der Rückfahrkamera mit dem Navigationssystem bevorzugen, muss der Fernsicht-Modus bei Kameras dieses Typs separat aktiviert werden. Die bisher angezeigte Straßenkarte verschwindet dann und macht dem Kamera-Bild Platz.

Die Routen-Führung wird jedoch akustisch fortgesetzt. Wer es ganz komfortabel mag, verwendet seinen Monitor noch zusätzlich als Multimedia Station. Top Rückfahrkameras für Camper sind noch zusätzlich mit Bluetooth zum Nutzen der Smartphone Frei-Sprech-Funktion oder der MP3 Verbindung und mit DVB-T Ready zum Genießen des TV-Programms ausgestattet.

Bekannte Hersteller von Rückfahrkameras

Pro-User

Die Pro-User GmbH hat ihren Geschäftssitz im bayerischen Rimsting und ist auf die Herstellung von technischem Auto-Zubehör (Scheiben-Heizung, Starthilfekabel, Batterie-Lade-Geräte, Testgeräte etc.) spezialisiert. 7-zoll-tft-farb-monitor-farb-kamera-ip67-inkl-20-meter-anschlusskabel.jpgBesonders beliebt bei Autofahrern sind ihre kabel-losen Rückfahrkamera Systeme, die eine ausgezeichnete Sendeleistung haben und einfach zu montieren sind. Die langlebigen und qualitativ hochwertigen Funk Video-Kameras von Pro-User sind universell einsetzbar, sodass man auch Busse, Vans und Wohnmobile mit ihnen ausrüsten kann. Sie werden komplett mit Montageplatte für die Anbringung am Nummernschild und Kabeln für den Stromanschluss von Monitor und Kamera geliefert.

Die IP65 zertifizierten Gehäuse der Rückfahrkameras verfügen je nach Modell noch zusätzlich über Nachtsicht-Modus und Bluetooth-Anbindung zur Nutzung mit dem Handy. Pro-User bietet auch kleinere Bildschirme für Rückfahrkameras an.

TaoTronics

Das US-amerikanische Unternehmen TaoTronics hat seinen Sitz in San José, Kalifornien und stellt seit 2008 innovative Klein-Elektronik-Geräte für Heim (LED Leuchten, TV-Zubehör), Büro (Scanner) und Mobilgeräte (Bluetooth Kopfhörer) her. Es bietet hochwertige und trotzdem preisgünstige Rückfahrkamera Modelle an, die als Komplett-Sets für alle gängigen Fahrzeugtypen erhältlich sind.

TaoTronics LCD Monitore für Rückfahrkamera Systeme sind entweder 7 Zoll oder 3,5 Zoll groß und zeigen die hoch auflösenden Bilder gestochen scharf und mit Abstandslinien auf dem Display an. Sie verfügen über mehrere Video-Eingänge, sodass man die Displays auch zur Multimedia Darstellung (PAL TV Anbindung) nutzen kann. Die Kameras sind mit IR LEDs für das Navigieren bei Nacht ausgestattet und haben einen großen Blickwinkel (135 und 170 Grad) sowie IP 67 Zertifizierung.

LUIS

Das in Ammersbek bei Hamburg ansässige Unternehmen LUIS GmbH ist auf die Herstellung hochwertiger Rückfahrkamera Systeme spezialisiert und bietet seine Produkte seit 1999 an. LUIS ist Marktführer im Bereich Kamera gestützter Parkhilfen (Kabel und Funk Rückfahrkameras) in Europa. LUIS Rückfahrkameras zeichnen sich durch eine komfortable Bedienung und ansprechendes Design aus und werden auch für LKWs, Transporter, Reisemobile und Nutzfahrzeuge angeboten. Im umfangreichen Sortiment des norddeutschen Herstellers findet der Kaufinteressent sogar Spezialkameras (Doppelaugen-Kameras, LKW Außenspiegel-Kameras, Frontkameras).

LUIS Nummernschild-Kameras sind mit Shutter versehen und verfügen über eine eingebaute Heizung, sodass sie auch bei strengem Frost gute Bilder liefern. Abstände zum Hindernis hinter dem Fahrzeug werden auf dem Bildschirm mit Abstandslinien und zusätzlichem akustischem Warnsignal dargestellt. Mithilfe des Konfigurators auf der LUIS Webseite kann sich der Interessent sein Rückfahrkamera Set selbst zusammenstellen.

Carmedien

Carmedien ist der Name des Unternehmens, das den Carlight Shop betreibt. Es hat seinen Sitz im Südosten Brandenburgs und ist – wie die Firmenbezeichnung schon andeutet – auf die Herstellung von Auto-Zubehör, Multimedia und Monitore fürs Auto spezialisiert. Die Carmedien Kamera Einpark-Hilfen gehören wegen ihrer hohen Bildqualität und soliden Verarbeitung zu den Besten der Branche. Seine Rückfahrkamera Systeme bietet Carmedien in drei Klassen an: A (Einsteigermodelle), B für professionelle Anwendungen und C für Premium Ausstattungen.

Die Klasse A Nummernschild-Kameras sind für Pkws und längere Fahrzeuge wie Wohnmobile und Transporter geeignet. B Rückfahrkamera Sets eignen sich für alle professionell genutzten Fahrzeuge (LKWs, Landmaschinen etc.). In Kategorie C findet der Kauf-Interessierte Shutter Kameras, Prisma Rückfahrkameras (mit besonders großem Blickwinkel) und Doppelaugen-Kameras mit Fernsicht-Funktion.

Fazit

Wer sich eine Rückfahrkamera anschafft, tut seinem Fahrzeug und sich selbst einen Gefallen. Er verhindert das unbeabsichtigte Beschädigen des hinter ihm parkenden Fahrzeugs und anderer im Weg stehender Hindernisse. Eine hochwertige Rückfahrkamera schont den Geldbeutel des Fahrzeughalters und erlaubt schnelles und sicheres Einfahren in die Parklücke.

Qualitativ gute Komplettsets zum Nachrüsten gibt es schon zu günstigen Preisen.